Intensiv, schön, salesianisch

Das Confronto 2017 in Turin mit Madre Yvonne und Don Ángel

Als sich die TeilnehmerInnen aus Wien und Umgebung am Freitag den 11. August bereits um drei Uhr in der Nacht trafen, waren wir noch ungewiss über die bevorstehenden Tage und inwiefern sie uns prägen würden. Nachdem die restlichen österreichischen TeilnehmerInnen eingesammelt wurden, verweilten wir während einer Mittagspause am Gardasee.

Als wir um 16 Uhr das Colle Don Bosco erreichten wurden wir von unserer lieben übermotivierten Carina und den restlichen Animatoren begrüßt, deren Freude uns gleich ansteckte.
Nachdem wir in den Schlafsälen unsere Sachen auspackten, startete schon die erste Einheit mit Begrüßung und Vorstellung des gesamten Teams. Anschließend wurde die heilige Messe gefeiert, welche von uns ÖsterreicherInnen gestaltet wurde - mit dabei natürlich die Confronto Altardecke! Als das folgende Abendessen vorbei war erfolgte nochmals eine Begrüßungseinheit, wo wir einige neue Lieder und Tänze lernen durften, unter anderem wurde uns hier die Hymne der europaweiten Salesianischen Jugendbewegung vorgestellt. Ein besonders spannender Punkt war der nächste, wo wir in internationale Diskussionsgruppen eingeteilt wurden. Innerhalb dieser Gruppen schlossen wir schon erste Freundschaften. Als der letzte Programmpunkt, das Abendgebet, zu Ende war, gingen wir neugierig auf die nächsten Tage in unsere Betten.

Am zweiten Tag hörten wir einen Vortrag von Schwester Runita Borja FMA (General Councillor for Youth Ministry), über Familie. Nach einer kurzen persönlichen Reflexion trafen sich erneut die internationalen Kleingruppen. In diesen wurde über die Ängste der Jugendlichen der Welt gesprochen und wir bereiteten Fragen für Rector Major und Mother General vor, welche in den nächsten Tagen zu uns stoßen würden. Am Nachmittag wurde das Colle Don Bosco genau unter die Lupe genommen und da wurden unter anderem die Basilika und jenes Haus, in welchem Don Bosco seine Kindheit verbrachte, besichtigt. Anschließend hörten wir Zeugnisse von TeilnehmerInnen und feierten die heilige Messe. Am Abend trafen sich die drei Regionen von SYM Europe. Österreich befindet sich zusammen mit Deutschland, Malta, Großbritannien und Nord-Belgien in der Northern Region. Leider war Belgien nicht anwesend. Nichtsdestotrotz knüpften wir mit der restlichen Region neue Kontakte, spielten und aßen und tranken Köstlichkeiten der anderen Länder.

Der dritte Tag wurde in Valdocco verbracht, wo wir zuerst eine Führung durch das Anwesen hatten und anschließend eine Input Session mit Don Fabio Attard SDB (General Councillor for Youth Ministry). Wir erkundeten jenes Haus, in welchem Don Bosco gestorben war und natürlich das Oratorium, wo wir auch Zeit hatten für eine Runde Volleyball, Basketball und Fußball. Am Nachmittag hatten wir Anbetung und Beichtgelegenheit in der Mariahilf Basilika. Am Abend besichtigten wir noch das Oratorium im San Luigi, wo uns der Generalobere Don Ángel Fernández Artime SDB begrüßte. Nach einer Messe in San Luigi spazierten wir zum Valentine Park, wo wir noch in unseren internationalen Kleingruppen den Tag Revue passieren ließen.

Am vierten Tag fuhren wir mit Bussen nach Mornese um auf den Spuren von Maria Mazzarello zu wandeln. Ab diesem Tag war auch Mother General, Yvonne Reungoat FMA, bei unserem Programm dabei und hielt vor Maria Mazzarellos ehemaligen Wohnhaus einen kleinen Vortrag über die Ordensgründerin. In Mornese sahen wir auch jenes Fenster, durch welches Maria Mazzarello damals einen Blick auf die ortsnahe Kirche warf. Nach dem Mittagessen wanderten wir zum Collegio in Mornese, wo uns bei einer Partie Volleyball Rector Major persönlich Gesellschaft leistete und definitiv der beste Spieler am Platz war. Bei der Marien Prozession am Abend haben wir uns der Mutter Jesu so nah gefühlt, wie noch nie.

Am vorletzten Tag pilgerten wir nach Castelnuovo, wo wir im Oratorium frühstückten und in der St. Andrea Church unser Taufversprechen erneuerten. Auf dem Rückweg von jenem Ort, wo Don Bosco zur Schule ging, legten wir einen Stopp in Morialdo ein. Um 15 Uhr feierten wir zusammen mit der deutschen Gruppe die heilige Messe und anschließend fand eine Talkshow mit Rector Major und Mother General statt. Hier wurden jene Fragen beantwortet, die wir uns zuvor in den Kleingruppen überlegten. Ein besonderes Highlight war der „cultural evening“. Jedes Land durfte eine typische nationale Perfomance abliefern und wir Österreicher glänzten in Lederhose und Dirndl mit einer traditionellen Polka und dem Donauwalzer. In der Nacht war die Möglichkeit der Anbetung geboten.

Der letzte Tag am Colle Don Bosco wurde mit einer abschließenden Reflexionsrunde innerhalb der eigenen Länder begonnen. Bei der „saying goodbye session“ hatten wir noch ein letztes Mal die Gelegenheit mit allen zu tanzen und zu singen. Die letzte Messe war nicht nur für uns, sondern für die gesamte salesianische Familie etwas Besonderes. Jene Reliquie von Don Bosco, die vor einigen Monaten von der Basilika gestohlen wurde, wurde an diesem Tag zurückgebracht. Zusammen mit italienischen Politikern, den Carabinieri und vielen Don Bosco Anhängern feierten wir diesen besonderen Anlass, zudem es auch noch Don Boscos 202. Geburtstag war, in der Basilika des Colle. Schweren Herzens war es nun an der Zeit auf Wiedersehen zu sagen. Es gab viele Umarmungen, Telefonnummern wurden noch ausgetauscht und die eine oder andere Träne kullerte über die Wange. Einerseits glücklich über die Erfahrungen und Erlebnisse, aber doch traurig über die viel zu kurze Zeit fuhr die österreichische Gruppe nach Venedig, um dort noch eine Nacht zu verbringen. Bei einer guten italienischen Pizza und einer Stadtführung genossen wir noch die letzten Stunden zusammen, bevor es am nächsten Tag zurück nach Österreich ging.

Jene Erfahrungen, die wir in diesen Tagen sammeln durften können gar nicht in Worte ausgedrückt werden. Wir fühlten uns Gott und Don Bosco so nahe wie noch nie und unser Glaube wurde noch mehr vertieft. So viele neue Freundschaften wurden geschlossen, die hoffentlich alle noch lange bestehen werden. Die österreichische Gruppe ist in dieser Zeit zu einer richtig großen Familie zusammengewachsen. Wir sind alle sehr dankbar, dass wir ein Teil des Confronto 2017 sein durften und blicken gespannt auf die Zukunft, in welcher wir das weitergeben möchten, was wir am Colle Don Bosco erfahren durften.

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Bild des Monats

Beim Confronto School-Opening erteilte P. Praveen seinen Primizsegen bei der Messe. Danach wurde noch bei Krapfen und Buffet gemütlich zusammengesessen.
September 2017: School-Opening in Stadlau
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